SG Schnottwil

Schützengesellschaft Schnottwil

 

Unser Verein - der Tradition verpflichtet.

 

 

In der heutigen Zeit, sind Dorfvereine weitgehend Träger und Repräsentanten des kulturellen Lebens einer Ortschaft. Ein Verein dient als Brückenbauer zwischen Einheimischen und Zugezogenen und zwischen der Vergangenheit und der Zukunft. Dass es gerade in der heutigen Zeit oft sehr schwierig ist, Traditionen zu pflegen und dennoch "modern" zu sein, äussert sich vorallem bei uns, der Schützengesellschaft Schnottwil.

 

 

Doch schauen wir einen Moment zurück; Die Pflege der Schiesskunst ist so alt wie die Waffen. Schützengesellschaften bestanden schon im 14. und 15. Jahrhundert. 1437 wurde im benachbarten Städtchen Büren an der Aare ein Armbrustschützenfest veranstaltet. Während der Franzosenherrschaft mussten aber in unserem Lande alle Schützengesellschaften aufgelöst werden. 1830 erfolgte die Gründung des Schützenvereins Bucheggberg und acht Jahre später die der Tochtergesellschaft Schützengesellschaft Oberbucheggberg. Ein paar Jahre später, nämlich 1868 schlossen sich die Schnottwiler Schützen zu einer eigenen Schützengesellschaft zusammen. Im Pflichtparagraphen der ersten Statuten hielt man fest: "Die Gesellschaft bezweckt, ihren Mitgliedern Gelegenheit zu geben, die edle Schiesskunst zu pflegen und namentlich sich im Gebrauche und der Handhabung der neuen, gezogenen Handfeuerwaffe in allen Teilen auszubilden, um in Tagen der Gefahr dem Vaterlande nützlich sein zu können".

 

 

Die Zeit zwischen 1890 bis 1900 brachten unserem Dorf in verschiedener Hinsicht Umwälzungen und Zwistigkeiten. Uneinigkeit unter den Bauern, die ihre Milch in zwei verschiedenen Käsereien innerhalb des gleichen Dorfes brachten, griff auch auf das Vereinsleben über. Zwei Dutzend Schiesspflichtige gründeten im Jahre 1894 die Militärschützengesellschaft und trennten sich damit von den Feldschützen. Die ältere Gesellschaft bewarb sich in den folgenden Jahrzehnten vor allem um treffsichere Sportschützen. Wer zu den Feldschützen wollte, der musste vorerst eine Schiessprüfung bestehen. Schiesspflichtige, die sich im Allgemeinen bloss auf das "Obligatorische" beschränkten und deshalb auch als die sogenannten "Muss-Schützen" bezeichnet wurden, traten eher den Militärschützen bei. Standespolitische Erwägungen spielten oft ebenfalls mit beim Entscheid, wo man sich einschreiben lassen wollte. Beide Schützengesellschaften verfolgten die gleichen Ziele, besassen Mitglieder mit unterschiedlicher Schiessbegeisterung und Schiesstüchtigkeit und beide Vereine hatten sich mit denselben zeitbedingten Problemen auseinanderzusetzen. Der Zeitpunkt eines Zusammenschlusses schien gekommen zu sein und so erfolgte 1974 nach eingehenden Verhanldungen und Diskussionen die Fusion der bisherigen Feldschützengesellschaft und der Militärschützengesellschaft zur "Schützengesellschaft Schnottwil".

 

 

Heute gehen die Aufgaben unseres Präsidenten, sowie jedem der sieben Vorstandsmitglieder weit über die Vereinsstatuten hinaus. Jedes Vorstandsmitglied agiert als Brückenbauer zwischen Beruf und Freizeit und opfert mit viel Elan die heute doch so kostbare Zeit, die leider immer weniger Leute aufbringen möchten, wollen, oder können. In den letzten Jahren und Monaten liessen wir unseren Verein Schritt für Schritt eine feine Renovation durchlaufen. So, dass unsere jahrzehntelangen Mitglieder sich bei uns immer noch sehr wohl fühlen und wir gleichzeitig als moderner, interessanter Magnetpunkt für die Neu- und zukünftigen Mitglieder dastehen; schliesslich sind wir der Tradition verpflichtet.

 

 

 

 

40 erfolgreiche Schützenjahre - und kein bisschen müde; wie unsere Impressionen unserer Jubiläumsreise vom 28. Juni 2014 beweisen: